Städtebauförderung

Die Stadt Garbsen die Aufnahme des Quartiers Berenbostel-Kronsberg in das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ erreicht. Hiermit können Fördermittel von Bund und Land für die nachhaltige Entwicklung des Quartiers eingeholt werden. Hierbei stellen der Bund, das Land Niedersachsen und die Stadt Garbsen jeweils ein Drittel der Fördermittel. Im Folgenden werden einige zentrale Begriffe aus der Städtebauförderung erklärt.

Vorbereitende Untersuchungen

Die vorbereitenden Untersuchungen zeigen für das Untersuchungsgebiet die städtebaulichen Defizite und Missstände auf. Auf dieser Grundlage werden die Gebietsgröße und das zu wählende Sanierungsverfahren bestimmt. Vorbereitenden Untersuchungen sind dafür da, für ein bestimmtes Gebiet eine hinreichende Beurteilungsgrundlage für die förmliche Festlegung eines Sanierungsgebiets gem. Baugesetzbuch zu ermitteln. Sie sind Voraussetzung dafür, mit einem städtebaulichen Erneuerungsgebiet in den Genuss von Fördermitteln aus der Städtebauförderung des Bundes und der Länder zu kommen, hier aus dem Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“.

Rahmenplan

Im städtebaulichen Rahmenplan werden auf der Grundlage der Bestandsanalyse aus den Vorbereitenden Untersuchungen die Ziele und Zwecke der Sanierung konkretisiert und Konzepte zur Erreichung der Sanierungsziele erarbeitet. Während die Vorbereitenden Untersuchungen die Darstellung der Notwendigkeit der Sanierung zur Beseitigung städtebaulicher Missstände sowie die Festsetzung des Sanierungsgebietes zum Ziel haben, ist die Rahmenplanung eine städtebauliche Planung zur weiteren Vorbereitung der Sanierungsdurchführung. Sie dient der konkreten Formulierung einzelner Planungsziele und der Sicherung einer gezielten Umsetzung der Maßnahmen. Der Rahmenplan legt beispielsweise fest, wie und in welchem Umfang Gebäude, Straßenzüge usw. erneuert und eingebunden werden. Anders als z.B. ein Flächennutzungsplan oder Bebauungsplan handelt es sich bei dem Rahmenplan um ein informelles Instrument zur Konkretisierung von Entwicklungsabsichten was im Laufe der Sanierung flexibel an sich ändernde Gegebenheiten angepasst werden kann. Der Rahmenplan wird von den Gremien der Stadt beschlossen.

Sanierungsträger

Bei einer städtebaulichen Sanierungsmaßnahme nach dem BauGB handelt es sich um eine zeitlich und gebietsbezogene städtebauliche Gesamtmaßnahme, einzelne Fördermaßnahmen können nur als Bestandteil der Gesamtmaßnahme gefördert werden. Die Bearbeitung von Sachverhalten und Vorgängen des Sanierungs- und Förderrechts (Baugesetzbuch, Verwaltungsvorschriften, Städtebauförderungsrichtlinien des Landes, sowie des Vertragsrechts und der baulichen und kaufmännischen Betreuung und Beratung) sind die typischen Aufgaben eines Sanierungsträgers. Hinzu kommt die kaufmännische Betreuung/Verwaltung des Treuhandvermögens bis hin zur Erstellung der Verwendungsnachweis für die eingesetzten Fördermittel. Der Sanierungsträger berät insofern in sanierungs- und förderrechtlich Hinsicht die Stadt Garbsen und in deren Auftrag auch private Förderantragssteller und wirkt somit direkt auf die konkrete Umsetzung und Durchführung von Einzelmaßnahmen zur Erreichung der Sanierungsziel ein. Der Sanierungsträger fungiert als Binde- und Kontraktglied zum Fördermittelgeber und den Prüfbehörden‎.

Quartiersmanager

Der Quartiersmanager im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Soziale Stadt“ hat die Aufgabe, als Bindeglied zwischen der Bewohnerschaft, der Verwaltung und organisierten Akteuren im Gebiet als erster Ansprechpartner vor Ort in allen Belangen der Sanierung zu fungieren, die Beteiligung der Anwohner sowie der Einrichtungen und Träger im Gebiet prozessbegleitend zu ermöglichen und durch die Zusammenführung der verschiedenen Akteure (Vereine, Interessengruppen, nicht organisierte Bewohnerschaft, Verwaltung, lokale Politik, Wirtschaft, Wohnungseigentümer) eine Vernetzung zu erreichen und vor Ort die Umsetzung der Sanierungsziele insbesondere unter der Berücksichtigung der sozialen Aspekte und gemeinschaftlichen Entwicklung des Quartiers zu unterstützen. Das Büro des Quartiersmanagements befindet sich im Erdgeschoss der Wilhelm Reime Straße 2, direkt neben dem Nachbarschaftsladen des ökumenischen Sozialprojekts „Neuland“. Die Öffnungszeiten sind Dienstags 13 – 16 Uhr und Donnerstags 10 – 13 Uhr. Die Sprechstunden des Quartiersmanagements dienen dem Zweck, Bewohnern eine Anlaufstelle bei Problemen, Wünschen und Anregungen zu eröffnen und sie direkt und prozessbegleitend in den Sanierungsprozess einzubinden. Parallel hierzu wird die im Quartier bewährte Tradition der Nachbarschaftsversammlungen wieder aufgenommen.

Erweiterung Programmgebiet und Fortschreibung Rahmenplan

Erweiterung Programmgebiet und Fortschreibung Rahmenplan Soziale Stadt Berenbostel-Kronsberg, Stand Juli 2017

Städtebaulicher Rahmenplan

Städtebaulicher Rahmenplan Berenbostel-Kronsberg, Stand August 2016

 

Vorbereitende Untersuchung

Vorbereitende Untersuchung und städtebauliches Entwicklungskonzept Städtebauliche Sanierung Kronsberg, Stand 27.03.2012

Sanierungssatzung

Sanierungssatzung, Stand 12. Mai 2015

Infomationsflyer Eigentümer

Informationsflyer Eigentümer, Stand Dezember 2015